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Vom Weinstock ins Glas: Tourismusschüler:innen erleben Weinlese hautnah

Steile Lagen, imposante Landschaft, Praxis pur und Regionalität zum Anfassen: Bei der Weinlese in der Südsteiermark erlebten die Schüler:innen der zweiten Fachschule und der dritten Jahrgänge Tourismusausbildung mit allen Sinnen.

Im Rahmen ihrer Ausbildung besuchten die angehenden Jungsommeliers das Weingut Gustav & Karl Strauss in Gamlitz und durften bei der Weinlese tatkräftig mitanpacken. Dabei erlebten sie hautnah, wie viel Handarbeit, Wissen, Erfahrung und Leidenschaft hinter einem guten Wein stecken.

Ausgestattet mit Rebscheren und Lesekübeln ging es direkt in den Weingarten. Gemeinsam mit dem Team des Weinguts wurden die reifen Trauben sorgfältig von den Rebstöcken geschnitten, sortiert und anschließend zur weiteren Verarbeitung gebracht.

Was im Unterricht oft theoretisch vermittelt wird, wurde unmittelbar erlebbar – von der Arbeit im Weingarten über die Qualität der Trauben bis hin zu den ersten Schritten auf dem Weg vom Weinstock zum fertigen Wein. Dabei wurde auch deutlich, wie wichtig jeder einzelne Handgriff ist. Eine erfolgreiche Weinlese ist Teamarbeit: Nur gemeinsam kann die Ernte sorgfältig und effizient bewältigt werden.

Gerade für angehende Tourismusprofis ist dieser Einblick besonders wertvoll. Wein ist ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Genuss- und Wirtshauskultur und spielt auch im Tourismus eine bedeutende Rolle. Wer später Gäste beraten, Menüs begleiten, Weinempfehlungen aussprechen oder regionale Produkte professionell präsentieren möchte, braucht nicht nur fundiertes Fachwissen. Entscheidend ist auch das Verständnis dafür, wo Produkte entstehen, wer dahintersteht und wie viel Arbeit in ihnen steckt.

Im Weingut Gustav & Karl Strauss konnten die Schüler:innen dieses Wissen direkt vor Ort erweitern. Sie erhielten spannende Einblicke in die Abläufe rund um die Weinlese und erfuhren, worauf bei der Ernte besonders geachtet werden muss.

Neben dem fachlichen Lernen kam natürlich auch der Spaß nicht zu kurz. Die gemeinsame Arbeit im Weingarten sorgte für viele besondere Momente, interessante Gespräche und eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag. Mit viel Engagement und guter Laune waren alle bei der Sache.

Die Weinlese zeigte einmal mehr, wie wertvoll Lernen außerhalb des Klassenzimmers sein kann: Fachwissen wird mit persönlicher Erfahrung, regionaler Verbundenheit und beruflicher Praxis verbunden.

Die Schüler:innen lernten nicht nur ein traditionsreiches Handwerk kennen, sie bekamen auch einen authentischen Einblick in die Menschen, Betriebe und Produkte, die eine Region prägen. Die Südsteiermark steht für eine einzigartige Landschaft, gelebte Weinkultur und kulinarische Vielfalt – und genau diese Verbindung macht sie zu einem besonderen Erlebnisraum für den Tourismus.

Für unsere angehenden Tourismusprofis war die Weinlese daher weit mehr als ein Arbeitseinsatz. Sie war eine Begegnung mit regionaler Landwirtschaft, gelebter Weinkultur und authentischer Gastlichkeit. Begleitet von ihren Ausbildnern Andreas Stübler und Stefan Mantsch nahmen die Schüler:innen nicht nur wertvolle praktische Erfahrungen, sondern auch viele schöne Eindrücke aus den südsteirischen Weinbergen mit.